Praxisnahe Lösungen

Immer mehr Unternehmen setzen auf Kooperationen mit Start-ups

Nicole Holzer | 08.02.2022

Zu den größten Problemen der Transportbranche gehören Fachkräftemangel und zunehmender Kostendruck. Doch wer erfolgreich agieren will, muss seine Prozesse optimieren. Neue Konzepte und Strategien sind gefragt. Hier setzt die Initia­tive start121 an und bringt etablierte Corporates der Transport- und Logistikbranche mit innovativen Startups zusammen. 

Damit treffen die Macher auf positive Resonanz. Allein in den letzten Wochen haben sich zahlreiche weitere Unternehmen der Initiative angeschlossen, unter anderen Metro Logistics, Hövelmann Logistik, Fahrzeugwerk Bernard Krone und der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Mittlerweile zählt start121 rund 90 Mitglieder. Auch in der Start-up-Szene hat sich die Initiative einen Namen gemacht und wird vom Bundesverband Deutsche Startups unterstützt. Die start121-Community genießt zahlreiche Vorteile. Im Rahmen von exklusiven Webinaren und Live-Events (die ersten Termine stehen bereits fest) haben Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit, sich auf Augenhöhe auszutauschen und ihr Netzwerk aufzubauen. 

KI-basierte Lösungen

Etwa beim start121-Webinar vergangene Woche zum Thema „Digitalisierte Prozesse als Wettbewerbsvorsprung“ von Artem Fadin, Geschäftsführer von F-One. Das Startup bündelt die neuesten Technologien in intelligenten ­Robotern, die den Firmen repetitive Büroaufgaben abnehmen und damit die Produktivität und Effizienz steigern können. 

Automatische Erfassung Standgelder

Wie genau das funktioniert, erklärte Fadin anhand von Praxislösungen, etwa der Erfassung von Standgeldern an Be- und Entladestellen. Häufig lohnt sich eine manuelle Erfassung durch einen Mitarbeiter nicht. Das Ergebnis: Der Frachtführer reicht die ihm zustehenden Standgelder erst gar nicht ein. Oder die aufwendige Erfassung von Auftrags- und Rechnungseingängen in unterschiedlichsten Formaten. „Eine wenig anspruchsvolle und dennoch zeitintensive Arbeit, die von einem KI-basierten Tool übernommen werden kann“, erklärte Fadin. Ein neuronales Netzwerk scannt die Dokumente und zieht alle relevanten Informationen ins System, von wo aus sie dann weiterverarbeitet werden können – ähnlich dem Rechnungsscanner einer Banking-App.

Intelligente Tourenplanung

Doch das ist längst nicht alles. Vor allem in der Tourenplanung kann KI die Disposition unterstützen. Das Tool scannt laufend die Frachtenbörsen und berechnet automatisch – unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten –, welche Touren sich lohnen. Der Disponent wird dann informiert und erhält auch gleich einen Link zur Angebotsannahme. 

Nutzte die Chance, dich mit handverlesenen, innovativen Start-ups auszutauschen. Zum Beispiel beim MEETUP am 4. Mai 2022 in Berlin. Weiterführende Informationen, aktuelle Termine und die Registrierung findest du auf unserer Startseite.