Bundesverband Startups zu Gast beim #MEETUP

Hackathon, Mindbox, Plug & Play-Accelerator - Franziska Teubert, Geschäftsführerin des Bundesverbands Deutsche Startups zeigte beim MEETUP von start121 auf, wie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Startups aussehen kann.

Nicole Holzer | 10.12.2021

Der Bundesverbands Deutsche Startups vertritt rund 1.200 Mitglieder und ist damit die gewichtigste Stimme in Deutschland, wenn es um die Interessen der Startups geht. Doch damit ist nicht nur der gute Draht zur Berliner Politik-Prominenz gemeint. Vielmehr geht es dem Verband und seiner Geschäftsführerin Franziska Teubert darum Brücken zu bauen, Rahmenbedingungen zu verbessern und Plattformen zum Netzwerken bieten – etwa beim virtuellen MEETUP.

Im Rahmen ihres Vortrags „Warum Start-ups mit mittelständischen Unternehmen kooperieren“ erläuterte Teubert zum Beispiel die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie etablierte Unternehmen mit Start-ups interagieren können. Etwa im Rahmen von sogenannten Hackathons. Hier suchen Unternehmen nach Lösungen für spezifische Probleme. So lädt die Deutsche Bahn regelmäßig zu IT-Challenges in ihre DB Mindbox in Berlin ein, um konkrete Themen anzugehen. Zum Beispiel: Die einheitliche Programmierung der Bahnhofsuhren.

Einen Schritt weiter gehen Accelerator-Programme in deren Rahmen Unternehmen Startups Räumlichkeiten, Ressourcen, Netzwerke etc. zur Verfügung stellen. Dahinter steht laut Teubert die Frage „Welches Know-how, welche Ressourcen hat mein Unternehmen selbst, und wie kann diese teilen?“ Möglich sind auch klassische Partnerschaften, in deren Rahmen gemeinsam neue Produkte entwickelt werden. Oder gleich der Kauf eines Startups – wie zum Beispiel der Kauf des Startup-Lieferdienstes Flaschenpost durch den Oetker-Konzern.

Nicht immer läuft alles rund. Die Herausforderungen, so Teubert, liegen unter anderem im Culture-Clash zwischen gewachsenen Unternehmensstrukturen und der Startup-Kultur. Dazu gehören unter anderem auch das unterschiedliche Tempo bei Entscheidungen sowie die regionale Verteilung. „Wenn der Mittelständler in der Lüneburger Heide seinen Stammsitz hat und das Startup im pulsierenden Berlin sitzt, sind das Rahmenbedingungen, die nicht unterschätzt werden sollten“, sagte Teubert. Darüber hinaus sollten so vorausschauend wie möglich, die rechtlichen Grundlagen abgesichert werden. Ein weiterer Tipp der Expertin: die schriftliche Fixierung der Zielvorstellungen. „Trotz allem ist es wichtig, dass Unternehmen nicht gleich am Beginn der Zusammenarbeit mit Verboten winken“, erklärte Teubert. Hier plädiert sie für mehr gegenseitiges Verständnis: "Nur so gelingt ein wertvoller Austausch."