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Trawöger_
Erfolgsstory: KI füllt Formulare aus

Kaum Fachkräfte, hoher Kostendruck und Brexit-Bürokratie - hier verraten wir, wie digitale Mitarbeiter in der Disposition beim UK-Spezialisten Trawöger Transporte rund 20 Arbeitsstunden pro Woche einsparen. Und wie Corporates von den Ideen und Innovationen von Startups profitieren können.

Mega Aufwand, hohe Fehlerquote 

Der Brexit hat die bürokratischen Hürden für UK-Transporte deutlich erhöht. Vor allem Unternehmen wie Trawöger Transporte, die zu den Marktführern im Segment Großbritannien gehören, haben deutlich mehr Arbeitsaufwand. Grund: Seit Januar benötigen alle Waren, die über die Häfen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien transportiert werden, zwingend eine digitale Warenverkehrsnummer: die Goods Movement Reference (GMR). Dazu loggt sich der Disponent bei der britischen Zollbehörde ein und füllt ein Online-Formular aus. Dazu gehört unter anderem die mehr als 20-stellige Master Reference Number (MRN), die händisch eingetippt werden muss. Ist alles ok, erhält das Unternehmen die benötigte GMR in Form eines Pdf.

Höchste Zeit zum Handeln

Alles in allem dauert die Anmeldung und das Erstellen der GMR pro Transport zwischen vier und fünf Minuten – außerdem ist der Prozess anfällig für Übertragungsfehler. Allein die Spedition Trawöger fährt jeden Monat mit 450 Trailern mehr als 3.500 Transporte über den Ärmelkanal. Im Schnitt werden um die 1.000 Warenverkehrsnummern generiert. Das aufwendige Prozedere hat viele Kapazitäten vom Trawöger Dispo-Team gebunden – und das in einer Zeit in der Fachkräftemangel und Kostendruck zu den größten Problemen der Branche gehören. Höchste Zeit zum Handeln. 

Initialzündung beim Webinar von start121

Doch für etablierte Unternehmen ist es häufig schwer, neue Lösungen zu finden und entsprechende Prozesse dann auch umzusetzen. Schließlich bedeutet eine Optimierung der Abläufe meistens erstmal einen Mehraufwand, der weitere Manpower bindet. Die Lösung: Startups, die Ideen, Innovationen und das Know-how mitbringen. Wie zum Beispiel bei Trawöger im Bereich automatisierte Prozesse. „Das Generieren der GMR ist eine wenig anspruchsvolle und dennoch zeitintensive Arbeit, die von KI-Tools, sogenannten Robotern, übernommen werden kann“, erklärt Artem Fadin, Gründer und Geschäftsführer des Digitalisierungsspezialisten F-One. Die Initialzündung für die Erfolgsstory fand im Rahmen eines Webinars von start121 statt. "Hier haben wir die ersten Projektideen entwickelt und besprochen", sagt Fadin.

Charlie zieht alle Infos ins System

Seit April arbeitet das österreichische Transportunternehmen mit Roboter Charlie von F-One. Dieser wurde gemeinsam mit dem Trawöger-Team innerhalb von sechs Wochen entwickelt und in Betrieb genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Laut F-One spart Charlie den Disponenten rund 20 Arbeitsstunden pro Woche. Er kommuniziert mit seinen menschlichen Kollegen per E-Mail und greift direkt in das TMS-System ein, um alle benötigten Informationen zu sammeln und eine Anmeldung bei den britischen Zollbehörden selbständig durchzuführen. Dabei lernt Charlie mithilfe eines Deep-Learning-KI-Algorithmus stetig dazu und kann sogar Informationen aus schief abfotografierten Zollerklärungen in mehreren Sprachen auslesen und verarbeiten. Ein neuronales Netzwerk scannt die Dokumente und zieht alle relevanten Informationen ins System, von wo aus sie dann weiterverarbeitet werden können – ähnlich dem Rechnungsscanner einer Banking-App.

Aufträge erfassen, Zeitfenster buchen und vieles mehr

Zu wenig Fachkräfte und intensiver Wettbewerb führen dazu, dass Transportunternehmen neue Wege gehen. Dazu gehört auch der Einsatz von intelligenten Robotern, die repetitive Büroaufgaben übernehmen. „Mit unseren Robotern versuchen wir Fachkräften im Arbeitsalltag von der Handarbeit zu befreien und ihnen Zeit für Denkarbeit und Kundenkontakt zu schaffen“, erklärt Fadin. Im Einsatz sind derzeit unter anderem Roboter im Einsatz, die in Timocom nach relevanten Spotmarktaufträgen suchen, die E-Mail-Aufträge im TMS-System erfassen oder die ETA berechnet und Zeitfenster in Kundenportalen wie Transporeon buchen. 

Immer neue Ideen

Und es kommen ständig neue Anwendungen dazu. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einer Lösung für das Problem der Standzeiten an der Rampe: „Ein neuer Roboter wird die Position der Fahrzeuge mit der Rampe austauschen, Erinnerungen schreiben und Standgelder automatisch fakturieren, um die im Endeffekt die Wartezeiten zu reduzieren“. Fadin ist sich sicher: „In den nächsten fünf Jahren werden digitale Mitarbeiter im Arbeitsalltag üblich, sie werden auch untereinander kommunizieren und komplette Prozesse abwickeln können.“ 
 

#MEETUP Berlin Video-Highlights

Das MEETUP von start121 stand ganz im Zeichen der Mobilität. Schon allein die Location, das Mobility-Hub „The Drivery“, ließ daran keinen Zweifel. Perfekte Voraussetzungen für Start-ups, Corporates und Business Angels sich auf Augenhöhe auszutauschen. Mehr als 60 Teilnehmer nutzten diese Chance ihre Köpfe in „echt“ zusammenzustecken, sich über die neuesten Projekte auszutauschen und ihr Netzwerk zu vergrößern. Für weitere Impulse sorgte das hochkarätige Line-up mit Top-Speakern aus Politik und Wirtschaft. Unter anderem mit dabei: 

  • Michael Biel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe 

  • Sören Keup, Referent Projektmanagement IAA, Verband der Automobilindustrie (VDA)  

  • Martin Huber, Geschäftsführer der Business Angels Club Berlin-Brandenburg Beteiligungsgesellschaft 

 

Kostenlose Teilnahme an Events 

Wenn Sie bei solchen Terminen (kostenfrei) dabei sein wollt, registriert euer Start-up oder Unternehmen gleich jetzt unter: www.start121.de

IAA Transportation: Alle Antworten zur Startup-Area

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) setzt sich für bessere Rahmenbedingungen für Startups im automobilen Umfeld ein. Dazu gehört unter anderem die Integration der Startups auf der IAA TRANSPORTATION. Wie das genau aussieht, erklärt Jan Heckmann, Leiter der IAA beim VDA.

Startups gelten als feste Größe, wenn es darum geht, etablierte Unternehmen mit ihren innovativen Lösungen und Strategien zu unterstützen. Wie zeigt sich das auf der IAA TRANSPORTATION?

Startups fördern die Innovationskraft und bieten oft innovative Lösungen für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft. Aus diesem Grund haben wir ein gesamtheitliches Konzept erarbeitet, das den Startups die beste Sichtbarkeit und damit Wertschätzung bietet. Die Startups werden von uns prominent an den Hauptbesucherwegen oder in Nachbarschaft zu Publikumsmagneten in Halle 13 oder Halle 19 platziert. Das hat sich bereits auf der IAA in München sehr bewährt. Beide Hallen liegen zudem an den am stärksten frequentierten Eingängen. Es reicht uns aber nicht, den Startups eine gute Fläche anzubieten. Auf vielen Events werden die Startup-Stände eher stiefmütterlich behandelt, dementsprechend ist die Sexiness dieser Flächen eher gering. Durch unseren Standbau ist ein hochwertiges Aussehen der Bereiche sichergestellt, Jungunternehmer und Besucher sollen sich wohlfühlen. 


Startups verfügen in der Regel nicht über die finanziellen Mittel bzw. über eine Messeausstattung, die größeren Unternehmen zur Verfügung stehen. Bietet der VDA besondere Konditionen für Newcomer?

Die Preise für die Beteiligung an den Startup-Areas sind im Vergleich zu vielen anderen Highlight-Events sehr günstig gehalten. Für Startups, die sich und ihre Produkte oder Services auf der IAA TRANSPORTATION vorstellen wollen, haben wir ein wirklich gutes Gesamtpaket zu Sonderkonditionen geschnürt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk start121 haben wir hier einen Rabatt von 5 Prozent auf die Startup-Pakete vereinbart, sodass die kostenfreie Mitgliedschaft bei start121 weitere Anreize bietet. 

Wie genau sehen die Standpakete für Startups aus? Etwa die Größe des Messestands oder die technische Ausstattung?

Bei der Konzeption der Stände haben wir darauf geachtet, dass diese den Ansprüchen der Startups entsprechen. Oft sind diese Flächen sehr dezentral gelegen und sehen nicht ansprechend aus. Das wollten wir nicht. Stattdessen haben wir auf hochwertige Materialien gesetzt und auf ein multifunktionales Standsystem. Wir bieten insgesamt 3 verschiedene Größen an: S, mit 4qm, M, mit 9qm, L, mit 16qm. Auf den M- und L-Ständen ist also genügend Platz für ein Exponat. Alle Stände sind versehen mit einem 40‘‘ Screen, einem Tisch und Stühlen. In den beiden größeren Paketen bieten wir zusätzlich auch Stehkuben und Regalböden an, sodass es nicht an Ausstellungsfläche mangelt. 
Was uns ebenfalls sehr wichtig war, ist das individuelle Branding. Im Paket inkludiert ist eine Fläche für das Logo. Zusätzlich buchbar sind Textplottings und die Möglichkeit eine Fläche von 2x3m komplett zu bedrucken. 

Welche Möglichkeiten erhalten Startups darüber hinaus, im Rahmen der IAA TRANSPORTATION, ihre Ideen, Produkte oder Dienstleistungen vorzustellen?

Die aktive Unterstützung und Förderung von Startups liegt unserem IAA-Team sehr am Herzen. Deswegen bietet die IAA TRANSPORTATION ein echtes Highlight auf der Elevator Stage: Hier können die Startups in 180 Sekunden ihr Konzept im „Elevator“ vor einer hochrangig besetzten Fachjury und natürlich Publikum vorstellen. Organisiert, durchgeführt und moderiert werden die täglichen Sessions vom Team der Initiative start121. Am Ende der Veranstaltung wird das überzeugendste Jungunternehmen mit dem IAA Startup-Award ausgezeichnet. Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, arbeiten wir derzeit an einer Founders Night, in der wir Startups mit Corporates & VC’s zusammenbringen wollen. Bei einem lockeren Get-together kommen einem die besten Ideen für Kooperationen und Partnerschaften. Sichtbarkeit als Stichwort wird ebenfalls großgeschrieben. Nicht nur auf der Fläche selber, sondern auch durch Interviews und auf unseren Social Media-Kanälen werden die Startups beworben. 

An wen können sich Startups wenden, um sich zu informieren und anzumelden? Gibt es spezielle Ansprechpartner? 

Schaut gerne auf unsere Homepage. Hier findet ihr alle Informationen. Gerne könnt ihr euch unter: http://registration.iaa.de auch direkt für ein Startup-Paket anmelden. 
 

 

Digitalisierung zeitkritischer Transporte

Die meisten Menschen hassen unvorhergesehene Notfälle, etwa wenn wichtige Dokumente fehlen, eine defekte Maschine stört die Produktion oder dringend benötigte Komponenten wurden nicht angeliefert. Das sind nur ein paar Beispiele, die in der Regel über Notfall-Logistik abgewickelt werden. „Obwohl die Frachten dringend und sehr wichtig sind, läuft die Abwicklung häufig per Telefon, Fax oder Mail. Die Konsequenz ist ein ineffizienter und riskanter Transport-Prozess“, sagt Christian Wolff, Geschäftsführer von PRIOjet Logistics

Das will PRIOjet Logistics ändern. Die Lösung ist eine intelligente Plattform zur Anbahnung und Abwicklung von Notfall-Logistik-Aufträgen für Unternehmen mit sehr dringendem Transportbedarf, Logistik-Agenturen und On-Board-Couriers (OBC). „Wir unterstützen den gesamten Transportprozess und sorgen dafür, dass alle Beteiligten ihre Notfalllogistik-Aufträge schneller, sicherer und kostengünstiger abwickeln können. Ein All-in-one digital Support für einen komplexen Prozess“, erklärt Wolff.  Es gibt enormes Potenzial zeitkritische Transporte sicherer, zuverlässiger und schneller zu gestalten. Unternehmen können sehr kurzfristig Angebote einholen, Logistik-Agenturen können bestmöglich kalkulieren und die On-Board-Kurieren werden entsprechend unterstützt und erhalten gegebenenfalls Anschlussaufträge.

Eine Zusammenfassung des MEETUPs mit allen Vorträgen findet ihr HIER. Die Folien dieses Vortrags bekommt ihr bei office@priojet.com.

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Wenn die KI Formulare ausfüllt

Wie vielfältig automatisierte Geschäftsprozesse im Speditionsbereich genutzt werden können, erklärte Artem Fadin, Geschäftsführer von F-One. Das Startup bündelt die neuesten Technologien in intelligenten „Robotern“, die den Firmen repetitive Büroaufgaben abnehmen und damit die Produktivität und Effizienz steigern können. Wie genau das funktioniert, erklärte Fadin anhand einer Spedition mit UK-Verkehren. Hier muss seit Januar 2022 zu jeder Überfahrt mit der Fähre ein sogenanntes GMR-Formular für die britischen Zollbehörden ausgefüllt werden.

F-One spart 20 Arbeitsstunden pro Woche

Der Disponent muss sich bei der britischen Behörde einlogge, ein Formular ausfüllen, um am Ende eine 20-stellige Referenznummer zu erhalten, die dann in das GMR-Formular eingetragen werden muss, welches schließlich an den Fahrer weitergeleitet wird ... „Eine wenig anspruchsvolle und dennoch zeitintensive Arbeit, die von einem KI-basierten Tool übernommen werden kann“, erklärte Fadin. In diesem speziellen Fall konnte F-One innerhalb von sechs Wochen eine Lösung aufsetzen und spart nun dem Disponenten-Team des Transportunternehmens rund 20 Arbeitsstunden pro Woche.

Hier findet ihr die Folien zum Herunterladen

Eine Zusammenfassung des MEETUPs mit allen Vorträgen findet ihr HIER.  

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VDA will Startups integrieren

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erweitert seine Zielgruppe. Den meisten bislang eher als Sprachrohr der Autoindustrie bekannt, will der Verband künftig für bessere Rahmenbedingungen im automobilen Umfeld für Startups kämpfen und ihnen eine gewichtigere Stimme geben. Dazu baut der VDA ein Startup-Ökosystem auf. „Wir unterstützen die Startups zum Beispiel mit unserem breiten Netzwerk in der Politik und Wirtschaft oder durch Rechtsberatung“, erklärte Sören Keup, Referent Projektmanagement IAA beim VDA. Darüber hinaus bietet der Verband spezielle Events an und will eine Plattform zum Austausch zwischen Mittelstand und Startups etablieren. 

Startups bei Big-Player

Dazu passt auch das neue Konzept der IAA TRANSPORTATION. Das zeigt sich deutlich bei der IAA-Messeplanung. So liegen die Startup-Areas nicht mehr irgendwo am Rand, sondern prominent mittendrin im Geschehen. Direkt bei den Big Playern der Transport- und Nutzfahrzeugbranche. Auf einer Elevator-Stage, können die Startups im Rahmen von kurzen Pitches ihre Innovationen vorstellen. Organisiert, durchgeführt und moderiert werden die täglichen Sessions vom Team der Initiative start121. Am Ende der Veranstaltung wird das überzeugendste Jungunternehmen mit dem IAA Startup-Award ausgezeichnet.

Außerdem profitieren Startups von speziellen Sonderkonditionen für vorgefertigte Standpakete. So gehören Grafikboard und Monitor bereits zum kleinsten Paket. In der Regel reichen Laptop oder Tablet, um seinen Messeauftritt zu bestücken. Das Beste daran: start121 hat 5 Prozent Rabatt für seine Mitglieder ausgehandelt. Mehr Infos zu den Standpaketen gibt’s unter: iaa-transportation.com.

Eine Zusammenfassung des MEETUPs mit allen Vorträgen findet ihr HIER.  

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Rückblick MEETUP in Berlin

Neue Kontakte, Top-Speaker, spannende Insights – das und mehr, bot das MEETUP von start121 Berlin. 

Das 3. MEETUP von start121 stand im Zeichen der Mobilität. Schon allein die Location, das Mobility-Hub „The Drivery“ ließ daran keinen Zweifel. Perfekte Voraussetzungen für Startups und Business Angels sich auf Augenhöhe mit interessanten Corporates und Gründern auszutauschen.  Mehr als 60 Teilnehmer nutzten diese Chance die Köpfe in „echt“ zusammenzustecken, sich über die innovativsten Ideen auszutauschen und neue Netzwerke zu knüpfen. Für weitere Impulse sorgte das hochkarätige Line-up mit Top-Speakern aus Politik und Wirtschaft. 

Vernetzung zwischen Startups und Corporates 

Den Auftakt machte Michael Biel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Sein Ziel in den nächsten Jahren: Berlin soll einer der größten Wirtschafts- und Technologiestandorte in Europa werden. „Dazu müssen Politik und Wirtschaft als Partner zusammenarbeiten“, sagte Biel. Dabei spielen auch Startups eine wichtige Rolle. Die Vernetzung zwischen Startups und Corporates sieht er als Teil des Erfolgs. Außerdem sollen Gründerinnen unterstützt werden, wenn es um Wagniskapital geht.  

VDA baut Startup-Ökosystem auf 

Um Unterstützung ging es auch bei Sören Keup vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Den meisten bislang eher als Sprachrohr der Autoindustrie bekannt, will der Verband künftig seine Zielgruppe erweitern und für die die richtigen Rahmenbedingungen von Startups kämpfen. Dazu baut der VDA ein Startup-Ökosystem auf und stellte sein neues Konzept IAA TRANSPORTATION vor. In Hannover liegen die Startup-Areas direkt bei den Big Playern der Transport- und Nutzfahrzeugbranche. Zusätzlich können Startups im Rahmen von Elevator Pitches ihre Unternehmen vorstellen und von Sonderkonditionen bei den Messestand-Paketen profitieren (start121-Mitglieder erhalten 5 Prozent Rabatt).  

Zwei Millionen Euro suchen Startups

Was für den VDA Neuland ist, gehört für Martin Huber, Geschäftsführer der Business Angels Club Berlin-Brandenburg Beteiligungsgesellschaft, zum Tagesgeschäft. Mehr als zwei Millionen Euro warten im Topf des Vereins darauf, von den Gesellschaftern in potenzielle Startups investiert zu werden. Warum es sich für Corporates lohnt, in Startups zu investieren, erklärte Huber in seinem Vortrag.  

Mit dem Mobility-Hub „The Drivery“ im ehemaligen Druckhaus des Ullstein-Verlags, konnte start121 eine der angesagtesten Location gewinnen. Da durfte eine Führung mit Blick auf neue Projekte und einige besondere Startup-Spaces natürlich nicht fehlen.  

Diese Pitches habt ihr verpasst 

Der Nachmittag war prall gefüllt mit Vorstellungen ausgewählter Startups. Die Zeit im Anschluss nutzten die Teilnehmer für ausgiebiges Netzwerken. Und wie wir wissen, haben sich bereits einige vielversprechende Gespräche ergeben. Hier ein Auszug der Sprecher: 

Ihr wollt kein Event mehr verpassen? Dann registriert euer Startup oder Unternehmen gleich hier: https://www.start121.de 
 

Wichtige Rolle der Startups

Auf den Auftritt von Michael Biel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, im Berliner Co-Working-Space "The Drivery" waren vor allem die zahlreich vertretenen Berliner Startups gespannt – und sie wurden nicht enttäuscht. Das Ziel des Staatssekretärs ist nichts weniger als Berlin zu einem der größten Wirtschafts- und Technologiestandorte in Europa zu machen. „Dazu müssen Politik und Wirtschaft als Partner zusammenarbeiten“, sagte Biel. Dabei spielen auch Startups eine wichtige Rolle. Die Vernetzung zwischen Startups und Corporates sieht er als Teil des Erfolgs. „Allein im letzten Jahr sind 10,5 Milliarden Euro als Venture-Capital in Berliner Startups geflossen, das ist 60 Prozent des deutschen Venture-Capitals.“ Meetups sind der erste Weg, um Ideen umzusetzen. Zwar seien die Mittel im Landeshaushalt begrenzt, aber die politische Unterstützung sei den Unternehmen sicher. „Meine Tür ist immer offen. Wir können nur ein guter Partner sein, wenn wir wissen, was Sie bewegt.“ Biel betonte weiter, dass die Vernetzung zwischen Corporates und Startups, Teil der Erfolgsgeschichte sei. „Meetups sind der erste Weg, um Ideen umzusetzen.“

Mehr Kapital für Gründerinnen

Darüber hinaus versprach er das Thema Diversität im Startup-Bereich anzupacken: „Wenn man bedenkt, dass nur rund vier Prozent der Gründungen im Fintech-Bereich weiblich sind, ist das eine große Herausforderung“, so Biel. Er will Frauen unterstützen, leichter an Wagniskapital zu kommen.

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Warum Corporates in Startups investieren (sollten)

Im Topf der Business Angels Club Berlin-Brandenburg Beteiligungsgesellschaft warten mehr als Millionen Euro darauf, von den Gesellschaftern in potenzielle Startups investiert zu werden. Warum die Corporates in Startups investieren, erläuterte Martin Huber, Geschäftsführer der BACB Beteiligungsgesellschaft bei seinem Vortrag: innovative Produkte, Prozesse und Technologien. Doch darum geht es nicht ausschließlich. Entscheidend sei auch die Geschwindigkeit der Umsetzung. Da Corporates traditionell zu schrittweisen Erneuerungen tendieren, bieten Startups die Chance zu radikaleren Innovationen mit geringeren dysfunktionalen Folgen.

Schnell in der Umsetzung

„Startups müssen keine Rücksicht auf bestehende Strukturen, Prozesse oder Technologien nehmen“, sagt Huber. Sie haben den Vorteil, dass Sie schneller in die Umsetzung gehen können. 

Für Corporates gibt es unterschiedliche Formen des Investments, im finanziellen oder strategischen Bereich. „Daraus ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse und Erfolgsversprechen“, sagt Huber. Viele Startups sind auch in der Situation, dass sie sich den Investor aussuchen können. Und nicht immer passt ein Match. Der Tipp vom Business Angel: Vorsicht bei strategischem Interesse des Corporates und kulturelle Differenzen. 

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Learnings für Corporates aus Inhousegründung

Wer den Schritt als etabliertes Unternehmen wagt, ein Inhouse-Startup zu gründen, muss mit Widerständen rechnen. Welche Gründe dafür sprechen und welche Probleme auftauchen können, darüber sprach André Käber, Gründer und CEO von leogistics, in seinem Vortrag beim dritten start121-MEETUP in Berlin: „Im Spannungsfeld zwischen Corporate und Startup“ – oder besser: Was passiert, wenn ein Weltmarktführer ein eigenes Startup gründet. „Da geht's um Stakeholder Management, um unterschiedliche Prozesse, Wachstumsmöglichkeiten bis hin zu strategischen Blockaden oder unklarer Kommunikation“, nennt Käber nur einige Herausforderungen. Für ihn steht das Big Picture und die Aufgabe der Führungskräfte im Mittelpunkt: „Führungskräfte sind Leader, die das Big Picture in die Teams tragen müssen.“ Käber: „Das geht nur über eine klare Kommunikation nach Innen und Außen. Die Führungskräfte müssen alle Mitarbeiter mitnehmen, Entscheidungen erklären, transparent sein. Gleichzeitig müssen sie sicherstellen, dass diese ihre Kräfte einteilen. Also, den Menschen ein Mandat zu geben, auch mal ‚nein‘ zu sagen.“  Darüber hinaus appellierte er für eine offene Fehlerkultur. Sein Credo: Lessons learned – das ist der Schlüssel zum Erfolg. 

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The Best Green Tire Deal

Der Vortrag von Frank Seeger, CEO von CO2OPT, beim 3. MEETUP in Berlin startete mit einem fast unglaublichen Versprechen für Transportunternehmer: Wer den richtigen Reifen nutzt, spart zehn Prozent Kraftstoff. Damit gemeint ist natürlich der passende Reifen für das jeweilige Einsatzprofil der Zugmaschine. Laut Seeger machen die Reifen in den operativen Kosten des Einkaufs nur fünf Prozent aus, beeinflussen aber über 40 Prozent eben dieser Kosten, hauptsächlich in Form von Diesel. Das heißt im Umkehrschluss: Wer den richtigen Reifen nutzt, spart 40 Prozent Kraftstoff! Nur wie?

Das Tinder-Prinzip für die Reifenauswahl

Hier setzt der Matching-Algorithmus von CO2OPT an. Basis sind die Telematikdaten aus dem Lkw, wie zum Beispiel die gefahrene Geschwindigkeit, wie oft wird gebremst oder beschleunigt. Außerdem berücksichtigt das System Reifendaten, Wetterdaten, Straßenbeläge, Strecken- und Höhenprofile. Aufgrund dieser Daten berechnet CO2OPT das Einsatzprofil des Lkw und ermittelt die optimalen Reifen. „Das bringt bis zu 2.000 Euro Einsparung beim Kraftstoff“, versichert Seeger. Die Bestellung wickelt der Spediteur über die App von CO2OPT ab. Die Bezahlung erfolgt über ein Abomodell. Überdies checkt CO2OPT regelmäßig, ob das Einsatzprofil noch zum Reifen passt. Wenn nicht, erhält der Fuhrparkleiter über Reports konkrete Handlungsempfehlung. 

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Data Handwerk in Mobility & Logistics

Unternehmen wachsen schnell, doch die Dateninfrastruktur hinkt häufig hinterher. Hier setzt das Startup Creative Floss an und unterstützt Unternehmen beim Aufbau digitaler Geschäftsmodelle. Doch was sind digitale Geschäftsmodelle – und was macht man mit den gewonnen Daten? Diese Fragen und mehr beantwortete Ralf Echtler, Gründer und CEO von Creative Floss, in seinem Vortrag. Seine Message: Entscheidungen sollten aufgrund einer neutralen Datenbasis getroffen werden. Mitarbeiter in unterschiedlichen Geschäftsbereichen, etwa dem Fuhrparkmanagement, müssen Entscheidungen treffen. Etwa, zu welchem Zeitpunkt einzelne Fahrzeuge aus der Flotte entfernt werden müssen. 

Neutrale Datenbasis, tagesaktuell

Das geschieht häufig nach Bauchgefühl, nach eigenen Erfahrungswerten oder nach Abstimmung mit dem Chef. „Das ist nicht immer optimal. Besser sind Entscheidungen, die auf einer neutralen Datenbasis beruhen“, erklärt Echtler. Diese neutrale Datenbasis bietet Creativ Floss.  Dazu vergleicht die Datenbank unter anderem technische Spezifikationen, Telematikdaten, Wartungsdaten oder Restwerte und ermöglicht es dann dem Fuhrparkleiter tagesaktuell den Wert eines Fahrzeugs abzurufen. Echtler unterscheidet den Prozess in zwei Schritte: Im ersten Schritt, trifft der Mensch die Entscheidung und wird vom Algorithmus unterstützt. Wenn die durchschnittlichen Ergebnisse des Algorithmus besser sind als die vom Menschen, sollten Entscheidungen automatisiert werden. 

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Plattform oder Produkt?

Plattform oder ein Produkt? Eine Frage, die am Anfang vieler Innovations- und Designprojekte steht. Und welche Auswirkungen hat das auf unser Design und unsere Positionierung am Markt? Antworten erhielten die Teilnehmer des start121-Webinars von Fabian Schöttle, strategischer Designer und Vordenker beim Thema die Rolle des Designs in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Plattformen erleben derzeit einen Boom. Ein erstaunlicher Trend in einer Gesellschaft, die eigentlich das Besondere, das Einmalige oder das Individuelle bewundert. Warum das so ist, und welche Rückschlüsse und Konsequenzen sich daraus für Startups und Corporates im Hinblick auf Design und Markenkommunikation ergeben, erklärte Fabian Schöttle, strategischer Designer, in seinem Webinar „Design zwischen Plattform und Produkt“.

Exkurs: Der Weg von der Moderne in die Spätmoderne

Um die grundlegenden Zusammenhänge zu erläutern, startete der Experte mit einem Exkurs in die Sozial- und Gesellschaftswissenschaften. Im Mittelpunkt stand dabei der Übergang von der Moderne in die Spätmoderne und damit auch Übergang vom „Allgemeinen“, der Industriekultur zum „Besonderen“, der Designkultur. Während im 19. Jahrhundert die Suche nach universalen Lösungen in Form von Massenproduktionen vorherrschte und das Motto „Gleiches für alle“ galt, änderte sich der Zeitgeist. Das zeigt sich in erster Linie am vielfältigen Design, etwa in der Raumgestaltung, bei Erlebnissen und natürlich auch in den digitalen Interfaces.

Das Streben der Menschen nach dem Besonderen war stärker. Heute ist das zentrale Motiv die erfolgreiche Selbstverwirklichung. Die digitale Revolution bringt eine neue, bislang ungewohnte Kombination hervor: die Verbindung zwischen Erfolg, Status und Selbstverwirklichung. Das hat auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. Die Kunden bewegen sich weg von Massenanfertigungen hin zu lokalen, individuellen Produkten. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung in der Markengestaltung. So eröffnet zum Beispiel die Autoindustrie in ihrer Werbung eher den Eintritt in neue Lebenswelten. Beim Autokauf geht es nicht mehr ausschließlich darum, von A nach B zu kommen, sondern vielmehr um Authentizität, Image oder sich eine Lebenswelt anzueignen. Bin ich die G-Klasse oder der E-Smart?

Warum Plattformen so erfolgreich sind

Der Fokus liegt zwar auf dem besonderen Produkt, erklärt Schöttle. Doch seiner Meinung nach sind die Plattformen, die Grundlage dafür, dass das Besondere überhaupt stattfinden kann. Plattformen sind eher neutral, funktional, schlicht gestaltet und eher im Hintergrund aktiv. Wie zum Beispiel Google, Amazon oder Spotify. Diese zeigen im Interface kaum ihr Logo. Es geht Plattformen nicht darum, sich selbst zu präsentieren. Im Gegensatz dazu sich stellen Marken bzw. Produkte im Vordergrund.

Neuer Ansatz: Von der Plattform zum Produkt

In seinem Vortrag zeigte der Design-Stratege einen weiteren Weg auf: die Kombination zwischen Plattform und Produkt. Eine einmalige Plattform, mit einmaligen Produkten. Die in ihren Produkten ausgewählt, besonders und exklusiv ist – und auf die nicht jeder Zugriff hat. Das Ziel: Die Plattform zu einer Marke zu machen. Oder aus Sicht der Kunden: „Ich bin besonders, weil ich diese Plattform nutze.“

Nutzte die Chance, dich mit handverlesenen, innovativen Start-ups auszutauschen. Weiterführende Informationen, aktuelle Termine und die Registrierung findest du auf unserer Startseite.

Herzlichen Glückwunsch!

start121 hat unter allen Startups, die sich auf unserer Website registriert haben, einen Messestandplatz auf der IAA Transportation 2022 verlost – inklusive zwei Aussteller-Tickets. Der Gewinner ist: Horizer Solar Mobility! Herzlichen Glückwunsch vom start121-Team! Wir freuen uns, euch nach Hannover mitzunehmen.

IAA Transportation bietet einmalige Chance

Das Startup baut mobile Solarsysteme, die für jedes Fahrzeug kompatibel sind. Ziel ist es, den Stromverbrauch der Komfortfunktionen decken – und somit für weniger Emissionen sorgen. Jasmina Ristic, Cofounder und Managing Director von Horizer freut sich sehr darüber, auf der IAA Transportation mit einem eigenen Stand vertreten zu sein. „Die IAA bietet eine Plattform für Menschen und Unternehmen, die sich für nachhaltige Lösungen im Mobilitätssektor stark machen. Das ist eine große Chance für uns, unser Produkt vorzustellen.“, sagt Ristic. „Vielen Dank, dass start121 uns auf diesem Weg unterstützt. Wir lieben das Konzept von start121, weil es den Austausch zwischen relevanten Personen und Unternehmen im Bereich Mobilität und Logistik fördert“.

Lust auf ein neues Netzwerk?

Bei start121 kannst du neue spannende Corporates und Startups kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Und das nicht nur auf unserer Plattform, sondern auch live vor Ort. Der erste Termin steht bereits: Die start121-Community kommt am 4. Mai 2022 in Berlin in der Drivery zum MEETUP zusammen. Die Veranstaltung ist gebührenfrei, doch die Plätze sind begrenzt. Melde dich noch heute an: start121.de/meetup.

Horizer: alles was wichtig ist

Das Startup Horizer baut Solarmobilitätssysteme für Fahrzeuge. Die hauchdünnen Solarfolien werden zum Beispiel auf dem Dach eines Lkw-Trailers oder eines Pkw installiert und versorgen das Fahrzeug mit Strom. Die Folien sind nicht einmal 2 mm dick, können auch auf gekrümmte Oberflächen installiert werden, sind vibrationsfest und werden individuell angepasst. Immerhin fließen laut Horizer rund 30 Prozent des Energiebedarfs von Fahrzeugen in Komfortfunktionen wie Kühlsysteme, Sitzheizung, Beleuchtung oder Assistenzsysteme – und dieser Energiebedarf kann durch die Solarunterstützung gedeckt werden, sodass der Spritverbrauch deutlich sinkt. Bei Lkw dürfte dieser Anteil noch höher liegen, insbesondere wenn es sich um temperaturkritische Transporte handelt. Überwacht und gesteuert wird das System von einer speziellen App. Das Ziel von Horizer: weniger Kraftstoffverbrauch und mehr Nachhaltigkeit durch Solarenergie. Entsprechend reduzieren sich die Betriebskosten. Die Investition in das mobile Solarsystem amortisiert sich nach eigenen Angaben bereits nach ein bis zwei Jahren. Gefördert wird das Startup unter anderem von der Europäischen Union und vom Land Berlin.

Praxisnahe Lösungen

Zu den größten Problemen der Transportbranche gehören Fachkräftemangel und zunehmender Kostendruck. Doch wer erfolgreich agieren will, muss seine Prozesse optimieren. Neue Konzepte und Strategien sind gefragt. Hier setzt die Initia­tive start121 an und bringt etablierte Corporates der Transport- und Logistikbranche mit innovativen Startups zusammen. 

Damit treffen die Macher auf positive Resonanz. Allein in den letzten Wochen haben sich zahlreiche weitere Unternehmen der Initiative angeschlossen, unter anderen Metro Logistics, Hövelmann Logistik, Fahrzeugwerk Bernard Krone und der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Mittlerweile zählt start121 rund 90 Mitglieder. Auch in der Start-up-Szene hat sich die Initiative einen Namen gemacht und wird vom Bundesverband Deutsche Startups unterstützt. Die start121-Community genießt zahlreiche Vorteile. Im Rahmen von exklusiven Webinaren und Live-Events (die ersten Termine stehen bereits fest) haben Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit, sich auf Augenhöhe auszutauschen und ihr Netzwerk aufzubauen. 

KI-basierte Lösungen

Etwa beim start121-Webinar vergangene Woche zum Thema „Digitalisierte Prozesse als Wettbewerbsvorsprung“ von Artem Fadin, Geschäftsführer von F-One. Das Startup bündelt die neuesten Technologien in intelligenten ­Robotern, die den Firmen repetitive Büroaufgaben abnehmen und damit die Produktivität und Effizienz steigern können. 

Automatische Erfassung Standgelder

Wie genau das funktioniert, erklärte Fadin anhand von Praxislösungen, etwa der Erfassung von Standgeldern an Be- und Entladestellen. Häufig lohnt sich eine manuelle Erfassung durch einen Mitarbeiter nicht. Das Ergebnis: Der Frachtführer reicht die ihm zustehenden Standgelder erst gar nicht ein. Oder die aufwendige Erfassung von Auftrags- und Rechnungseingängen in unterschiedlichsten Formaten. „Eine wenig anspruchsvolle und dennoch zeitintensive Arbeit, die von einem KI-basierten Tool übernommen werden kann“, erklärte Fadin. Ein neuronales Netzwerk scannt die Dokumente und zieht alle relevanten Informationen ins System, von wo aus sie dann weiterverarbeitet werden können – ähnlich dem Rechnungsscanner einer Banking-App.

Intelligente Tourenplanung

Doch das ist längst nicht alles. Vor allem in der Tourenplanung kann KI die Disposition unterstützen. Das Tool scannt laufend die Frachtenbörsen und berechnet automatisch – unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten –, welche Touren sich lohnen. Der Disponent wird dann informiert und erhält auch gleich einen Link zur Angebotsannahme. 

Nutzte die Chance, dich mit handverlesenen, innovativen Start-ups auszutauschen. Zum Beispiel beim MEETUP am 4. Mai 2022 in Berlin. Weiterführende Informationen, aktuelle Termine und die Registrierung findest du auf unserer Startseite.