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VDA will Startups integrieren

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erweitert seine Zielgruppe. Den meisten bislang eher als Sprachrohr der Autoindustrie bekannt, will der Verband künftig für bessere Rahmenbedingungen im automobilen Umfeld für Startups kämpfen und ihnen eine gewichtigere Stimme geben. Dazu baut der VDA ein Startup-Ökosystem auf. „Wir unterstützen die Startups zum Beispiel mit unserem breiten Netzwerk in der Politik und Wirtschaft oder durch Rechtsberatung“, erklärte Sören Keup, Referent Projektmanagement IAA beim VDA. Darüber hinaus bietet der Verband spezielle Events an und will eine Plattform zum Austausch zwischen Mittelstand und Startups etablieren. 

Startups bei Big-Player

Dazu passt auch das neue Konzept der IAA TRANSPORTATION. Das zeigt sich deutlich bei der IAA-Messeplanung. So liegen die Startup-Areas nicht mehr irgendwo am Rand, sondern prominent mittendrin im Geschehen. Direkt bei den Big Playern der Transport- und Nutzfahrzeugbranche. Auf einer Elevator-Stage, können die Startups im Rahmen von kurzen Pitches ihre Innovationen vorstellen. Organisiert, durchgeführt und moderiert werden die täglichen Sessions vom Team der Initiative start121. Am Ende der Veranstaltung wird das überzeugendste Jungunternehmen mit dem IAA Startup-Award ausgezeichnet.

Außerdem profitieren Startups von speziellen Sonderkonditionen für vorgefertigte Standpakete. So gehören Grafikboard und Monitor bereits zum kleinsten Paket. In der Regel reichen Laptop oder Tablet, um seinen Messeauftritt zu bestücken. Das Beste daran: start121 hat 5 Prozent Rabatt für seine Mitglieder ausgehandelt. Mehr Infos zu den Standpaketen gibt’s unter: iaa-transportation.com.

Eine Zusammenfassung des MEETUPs mit allen Vorträgen findet ihr HIER.  

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Rückblick MEETUP in Berlin

Neue Kontakte, Top-Speaker, spannende Insights – das und mehr, bot das MEETUP von start121 Berlin. 

Das 3. MEETUP von start121 stand im Zeichen der Mobilität. Schon allein die Location, das Mobility-Hub „The Drivery“ ließ daran keinen Zweifel. Perfekte Voraussetzungen für Startups und Business Angels sich auf Augenhöhe mit interessanten Corporates und Gründern auszutauschen.  Mehr als 60 Teilnehmer nutzten diese Chance die Köpfe in „echt“ zusammenzustecken, sich über die innovativsten Ideen auszutauschen und neue Netzwerke zu knüpfen. Für weitere Impulse sorgte das hochkarätige Line-up mit Top-Speakern aus Politik und Wirtschaft. 

Vernetzung zwischen Startups und Corporates 

Den Auftakt machte Michael Biel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Sein Ziel in den nächsten Jahren: Berlin soll einer der größten Wirtschafts- und Technologiestandorte in Europa werden. „Dazu müssen Politik und Wirtschaft als Partner zusammenarbeiten“, sagte Biel. Dabei spielen auch Startups eine wichtige Rolle. Die Vernetzung zwischen Startups und Corporates sieht er als Teil des Erfolgs. Außerdem sollen Gründerinnen unterstützt werden, wenn es um Wagniskapital geht.  

VDA baut Startup-Ökosystem auf 

Um Unterstützung ging es auch bei Sören Keup vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Den meisten bislang eher als Sprachrohr der Autoindustrie bekannt, will der Verband künftig seine Zielgruppe erweitern und für die die richtigen Rahmenbedingungen von Startups kämpfen. Dazu baut der VDA ein Startup-Ökosystem auf und stellte sein neues Konzept IAA TRANSPORTATION vor. In Hannover liegen die Startup-Areas direkt bei den Big Playern der Transport- und Nutzfahrzeugbranche. Zusätzlich können Startups im Rahmen von Elevator Pitches ihre Unternehmen vorstellen und von Sonderkonditionen bei den Messestand-Paketen profitieren (start121-Mitglieder erhalten 5 Prozent Rabatt).  

Zwei Millionen Euro suchen Startups

Was für den VDA Neuland ist, gehört für Martin Huber, Geschäftsführer der Business Angels Club Berlin-Brandenburg Beteiligungsgesellschaft, zum Tagesgeschäft. Mehr als zwei Millionen Euro warten im Topf des Vereins darauf, von den Gesellschaftern in potenzielle Startups investiert zu werden. Warum es sich für Corporates lohnt, in Startups zu investieren, erklärte Huber in seinem Vortrag.  

Mit dem Mobility-Hub „The Drivery“ im ehemaligen Druckhaus des Ullstein-Verlags, konnte start121 eine der angesagtesten Location gewinnen. Da durfte eine Führung mit Blick auf neue Projekte und einige besondere Startup-Spaces natürlich nicht fehlen.  

Diese Pitches habt ihr verpasst 

Der Nachmittag war prall gefüllt mit Vorstellungen ausgewählter Startups. Die Zeit im Anschluss nutzten die Teilnehmer für ausgiebiges Netzwerken. Und wie wir wissen, haben sich bereits einige vielversprechende Gespräche ergeben. Hier ein Auszug der Sprecher: 

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Wichtige Rolle der Startups

Auf den Auftritt von Michael Biel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, im Berliner Co-Working-Space "The Drivery" waren vor allem die zahlreich vertretenen Berliner Startups gespannt – und sie wurden nicht enttäuscht. Das Ziel des Staatssekretärs ist nichts weniger als Berlin zu einem der größten Wirtschafts- und Technologiestandorte in Europa zu machen. „Dazu müssen Politik und Wirtschaft als Partner zusammenarbeiten“, sagte Biel. Dabei spielen auch Startups eine wichtige Rolle. Die Vernetzung zwischen Startups und Corporates sieht er als Teil des Erfolgs. „Allein im letzten Jahr sind 10,5 Milliarden Euro als Venture-Capital in Berliner Startups geflossen, das ist 60 Prozent des deutschen Venture-Capitals.“ Meetups sind der erste Weg, um Ideen umzusetzen. Zwar seien die Mittel im Landeshaushalt begrenzt, aber die politische Unterstützung sei den Unternehmen sicher. „Meine Tür ist immer offen. Wir können nur ein guter Partner sein, wenn wir wissen, was Sie bewegt.“ Biel betonte weiter, dass die Vernetzung zwischen Corporates und Startups, Teil der Erfolgsgeschichte sei. „Meetups sind der erste Weg, um Ideen umzusetzen.“

Mehr Kapital für Gründerinnen

Darüber hinaus versprach er das Thema Diversität im Startup-Bereich anzupacken: „Wenn man bedenkt, dass nur rund vier Prozent der Gründungen im Fintech-Bereich weiblich sind, ist das eine große Herausforderung“, so Biel. Er will Frauen unterstützen, leichter an Wagniskapital zu kommen.

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Warum Corporates in Startups investieren (sollten)

Im Topf der Business Angels Club Berlin-Brandenburg Beteiligungsgesellschaft warten mehr als Millionen Euro darauf, von den Gesellschaftern in potenzielle Startups investiert zu werden. Warum die Corporates in Startups investieren, erläuterte Martin Huber, Geschäftsführer der BACB Beteiligungsgesellschaft bei seinem Vortrag: innovative Produkte, Prozesse und Technologien. Doch darum geht es nicht ausschließlich. Entscheidend sei auch die Geschwindigkeit der Umsetzung. Da Corporates traditionell zu schrittweisen Erneuerungen tendieren, bieten Startups die Chance zu radikaleren Innovationen mit geringeren dysfunktionalen Folgen.

Schnell in der Umsetzung

„Startups müssen keine Rücksicht auf bestehende Strukturen, Prozesse oder Technologien nehmen“, sagt Huber. Sie haben den Vorteil, dass Sie schneller in die Umsetzung gehen können. 

Für Corporates gibt es unterschiedliche Formen des Investments, im finanziellen oder strategischen Bereich. „Daraus ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse und Erfolgsversprechen“, sagt Huber. Viele Startups sind auch in der Situation, dass sie sich den Investor aussuchen können. Und nicht immer passt ein Match. Der Tipp vom Business Angel: Vorsicht bei strategischem Interesse des Corporates und kulturelle Differenzen. 

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Learnings für Corporates aus Inhousegründung

Wer den Schritt als etabliertes Unternehmen wagt, ein Inhouse-Startup zu gründen, muss mit Widerständen rechnen. Welche Gründe dafür sprechen und welche Probleme auftauchen können, darüber sprach André Käber, Gründer und CEO von leogistics, in seinem Vortrag beim dritten start121-MEETUP in Berlin: „Im Spannungsfeld zwischen Corporate und Startup“ – oder besser: Was passiert, wenn ein Weltmarktführer ein eigenes Startup gründet. „Da geht's um Stakeholder Management, um unterschiedliche Prozesse, Wachstumsmöglichkeiten bis hin zu strategischen Blockaden oder unklarer Kommunikation“, nennt Käber nur einige Herausforderungen. Für ihn steht das Big Picture und die Aufgabe der Führungskräfte im Mittelpunkt: „Führungskräfte sind Leader, die das Big Picture in die Teams tragen müssen.“ Käber: „Das geht nur über eine klare Kommunikation nach Innen und Außen. Die Führungskräfte müssen alle Mitarbeiter mitnehmen, Entscheidungen erklären, transparent sein. Gleichzeitig müssen sie sicherstellen, dass diese ihre Kräfte einteilen. Also, den Menschen ein Mandat zu geben, auch mal ‚nein‘ zu sagen.“  Darüber hinaus appellierte er für eine offene Fehlerkultur. Sein Credo: Lessons learned – das ist der Schlüssel zum Erfolg. 

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Wenn die KI Formulare ausfüllt

Wie vielfältig automatisierte Geschäftsprozesse im Speditionsbereich genutzt werden können, erklärte Artem Fadin, Geschäftsführer von F-One. Das Startup bündelt die neuesten Technologien in intelligenten „Robotern“, die den Firmen repetitive Büroaufgaben abnehmen und damit die Produktivität und Effizienz steigern können. Wie genau das funktioniert, erklärte Fadin anhand einer Spedition mit UK-Verkehren. Hier muss seit Januar 2022 zu jeder Überfahrt mit der Fähre ein sogenanntes GMR-Formular für die britischen Zollbehörden ausgefüllt werden.

F-One spart 20 Arbeitsstunden pro Woche

Der Disponent muss sich bei der britischen Behörde einlogge, ein Formular ausfüllen, um am Ende eine 20-stellige Referenznummer zu erhalten, die dann in das GMR-Formular eingetragen werden muss, welches schließlich an den Fahrer weitergeleitet wird ... „Eine wenig anspruchsvolle und dennoch zeitintensive Arbeit, die von einem KI-basierten Tool übernommen werden kann“, erklärte Fadin. In diesem speziellen Fall konnte F-One innerhalb von sechs Wochen eine Lösung aufsetzen und spart nun dem Disponenten-Team des Transportunternehmens rund 20 Arbeitsstunden pro Woche.

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The Best Green Tire Deal

Der Vortrag von Frank Seeger, CEO von CO2OPT, beim 3. MEETUP in Berlin startete mit einem fast unglaublichen Versprechen für Transportunternehmer: Wer den richtigen Reifen nutzt, spart zehn Prozent Kraftstoff. Damit gemeint ist natürlich der passende Reifen für das jeweilige Einsatzprofil der Zugmaschine. Laut Seeger machen die Reifen in den operativen Kosten des Einkaufs nur fünf Prozent aus, beeinflussen aber über 40 Prozent eben dieser Kosten, hauptsächlich in Form von Diesel. Das heißt im Umkehrschluss: Wer den richtigen Reifen nutzt, spart 40 Prozent Kraftstoff! Nur wie?

Das Tinder-Prinzip für die Reifenauswahl

Hier setzt der Matching-Algorithmus von CO2OPT an. Basis sind die Telematikdaten aus dem Lkw, wie zum Beispiel die gefahrene Geschwindigkeit, wie oft wird gebremst oder beschleunigt. Außerdem berücksichtigt das System Reifendaten, Wetterdaten, Straßenbeläge, Strecken- und Höhenprofile. Aufgrund dieser Daten berechnet CO2OPT das Einsatzprofil des Lkw und ermittelt die optimalen Reifen. „Das bringt bis zu 2.000 Euro Einsparung beim Kraftstoff“, versichert Seeger. Die Bestellung wickelt der Spediteur über die App von CO2OPT ab. Die Bezahlung erfolgt über ein Abomodell. Überdies checkt CO2OPT regelmäßig, ob das Einsatzprofil noch zum Reifen passt. Wenn nicht, erhält der Fuhrparkleiter über Reports konkrete Handlungsempfehlung. 

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Digitalisierung zeitkritischer Transporte

Die meisten Menschen hassen unvorhergesehene Notfälle, etwa wenn wichtige Dokumente fehlen, eine defekte Maschine stört die Produktion oder dringend benötigte Komponenten wurden nicht angeliefert. Das sind nur ein paar Beispiele, die in der Regel über Notfall-Logistik abgewickelt werden. „Obwohl die Frachten dingend und sehr wichtig sind, läuft die Abwicklung häufig per Telefon, Fax oder Mail. Die Konsequenz ist ein ineffizienter und riskanter Transport-Prozess“, sagt Christian Wolff, Geschäftsführer von PRIOjet Logistics

Das will PRIOjet Logistics ändern. Die Lösung ist eine intelligente Plattform zur Anbahnung und Abwicklung von Notfall-Logistik-Aufträgen für Unternehmen mit sehr dringendem Transportbedarf, Logistik-Agenturen und On-Board-Couriers (OBC). „Wir unterstützen den gesamten Transportprozess und sorgen dafür, dass alle Beteiligten ihre Notfalllogistik-Aufträge schneller, sicherer und kostengünstiger abwickeln können. Ein All-in-one digital Support für einen komplexen Prozess“, erklärt Wolff.  Es gibt enormes Potenzial zeitkritische Transporte sicherer, zuverlässiger und schneller zu gestalten. Unternehmen können sehr kurzfristig Angebote einholen, Logistik-Agenturen können bestmöglich kalkulieren und die On-Board-Kurieren werden entsprechend unterstützt und erhalten gegebenenfalls Anschlussaufträge.

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Data Handwerk in Mobility & Logistics

Unternehmen wachsen schnell, doch die Dateninfrastruktur hinkt häufig hinterher. Hier setzt das Startup Creative Floss an und unterstützt Unternehmen beim Aufbau digitaler Geschäftsmodelle. Doch was sind digitale Geschäftsmodelle – und was macht man mit den gewonnen Daten? Diese Fragen und mehr beantwortete Ralf Echtler, Gründer und CEO von Creative Floss, in seinem Vortrag. Seine Message: Entscheidungen sollten aufgrund einer neutralen Datenbasis getroffen werden. Mitarbeiter in unterschiedlichen Geschäftsbereichen, etwa dem Fuhrparkmanagement, müssen Entscheidungen treffen. Etwa, zu welchem Zeitpunkt einzelne Fahrzeuge aus der Flotte entfernt werden müssen. 

Neutrale Datenbasis, tagesaktuell

Das geschieht häufig nach Bauchgefühl, nach eigenen Erfahrungswerten oder nach Abstimmung mit dem Chef. „Das ist nicht immer optimal. Besser sind Entscheidungen, die auf einer neutralen Datenbasis beruhen“, erklärt Echtler. Diese neutrale Datenbasis bietet Creativ Floss.  Dazu vergleicht die Datenbank unter anderem technische Spezifikationen, Telematikdaten, Wartungsdaten oder Restwerte und ermöglicht es dann dem Fuhrparkleiter tagesaktuell den Wert eines Fahrzeugs abzurufen. Echtler unterscheidet den Prozess in zwei Schritte: Im ersten Schritt, trifft der Mensch die Entscheidung und wird vom Algorithmus unterstützt. Wenn die durchschnittlichen Ergebnisse des Algorithmus besser sind als die vom Menschen, sollten Entscheidungen automatisiert werden. 

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Plattform oder Produkt?

Plattform oder ein Produkt? Eine Frage, die am Anfang vieler Innovations- und Designprojekte steht. Und welche Auswirkungen hat das auf unser Design und unsere Positionierung am Markt? Antworten erhielten die Teilnehmer des start121-Webinars von Fabian Schöttle, strategischer Designer und Vordenker beim Thema die Rolle des Designs in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Plattformen erleben derzeit einen Boom. Ein erstaunlicher Trend in einer Gesellschaft, die eigentlich das Besondere, das Einmalige oder das Individuelle bewundert. Warum das so ist, und welche Rückschlüsse und Konsequenzen sich daraus für Startups und Corporates im Hinblick auf Design und Markenkommunikation ergeben, erklärte Fabian Schöttle, strategischer Designer, in seinem Webinar „Design zwischen Plattform und Produkt“.

Exkurs: Der Weg von der Moderne in die Spätmoderne

Um die grundlegenden Zusammenhänge zu erläutern, startete der Experte mit einem Exkurs in die Sozial- und Gesellschaftswissenschaften. Im Mittelpunkt stand dabei der Übergang von der Moderne in die Spätmoderne und damit auch Übergang vom „Allgemeinen“, der Industriekultur zum „Besonderen“, der Designkultur. Während im 19. Jahrhundert die Suche nach universalen Lösungen in Form von Massenproduktionen vorherrschte und das Motto „Gleiches für alle“ galt, änderte sich der Zeitgeist. Das zeigt sich in erster Linie am vielfältigen Design, etwa in der Raumgestaltung, bei Erlebnissen und natürlich auch in den digitalen Interfaces.

Das Streben der Menschen nach dem Besonderen war stärker. Heute ist das zentrale Motiv die erfolgreiche Selbstverwirklichung. Die digitale Revolution bringt eine neue, bislang ungewohnte Kombination hervor: die Verbindung zwischen Erfolg, Status und Selbstverwirklichung. Das hat auch Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. Die Kunden bewegen sich weg von Massenanfertigungen hin zu lokalen, individuellen Produkten. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung in der Markengestaltung. So eröffnet zum Beispiel die Autoindustrie in ihrer Werbung eher den Eintritt in neue Lebenswelten. Beim Autokauf geht es nicht mehr ausschließlich darum, von A nach B zu kommen, sondern vielmehr um Authentizität, Image oder sich eine Lebenswelt anzueignen. Bin ich die G-Klasse oder der E-Smart?

Warum Plattformen so erfolgreich sind

Der Fokus liegt zwar auf dem besonderen Produkt, erklärt Schöttle. Doch seiner Meinung nach sind die Plattformen, die Grundlage dafür, dass das Besondere überhaupt stattfinden kann. Plattformen sind eher neutral, funktional, schlicht gestaltet und eher im Hintergrund aktiv. Wie zum Beispiel Google, Amazon oder Spotify. Diese zeigen im Interface kaum ihr Logo. Es geht Plattformen nicht darum, sich selbst zu präsentieren. Im Gegensatz dazu sich stellen Marken bzw. Produkte im Vordergrund.

Neuer Ansatz: Von der Plattform zum Produkt

In seinem Vortrag zeigte der Design-Stratege einen weiteren Weg auf: die Kombination zwischen Plattform und Produkt. Eine einmalige Plattform, mit einmaligen Produkten. Die in ihren Produkten ausgewählt, besonders und exklusiv ist – und auf die nicht jeder Zugriff hat. Das Ziel: Die Plattform zu einer Marke zu machen. Oder aus Sicht der Kunden: „Ich bin besonders, weil ich diese Plattform nutze.“

Nutzte die Chance, dich mit handverlesenen, innovativen Start-ups auszutauschen. Weiterführende Informationen, aktuelle Termine und die Registrierung findest du auf unserer Startseite.

Herzlichen Glückwunsch!

start121 hat unter allen Startups, die sich auf unserer Website registriert haben, einen Messestandplatz auf der IAA Transportation 2022 verlost – inklusive zwei Aussteller-Tickets. Der Gewinner ist: Horizer Solar Mobility! Herzlichen Glückwunsch vom start121-Team! Wir freuen uns, euch nach Hannover mitzunehmen.

IAA Transportation bietet einmalige Chance

Das Startup baut mobile Solarsysteme, die für jedes Fahrzeug kompatibel sind. Ziel ist es, den Stromverbrauch der Komfortfunktionen decken – und somit für weniger Emissionen sorgen. Jasmina Ristic, Cofounder und Managing Director von Horizer freut sich sehr darüber, auf der IAA Transportation mit einem eigenen Stand vertreten zu sein. „Die IAA bietet eine Plattform für Menschen und Unternehmen, die sich für nachhaltige Lösungen im Mobilitätssektor stark machen. Das ist eine große Chance für uns, unser Produkt vorzustellen.“, sagt Ristic. „Vielen Dank, dass start121 uns auf diesem Weg unterstützt. Wir lieben das Konzept von start121, weil es den Austausch zwischen relevanten Personen und Unternehmen im Bereich Mobilität und Logistik fördert“.

Lust auf ein neues Netzwerk?

Bei start121 kannst du neue spannende Corporates und Startups kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Und das nicht nur auf unserer Plattform, sondern auch live vor Ort. Der erste Termin steht bereits: Die start121-Community kommt am 4. Mai 2022 in Berlin in der Drivery zum MEETUP zusammen. Die Veranstaltung ist gebührenfrei, doch die Plätze sind begrenzt. Melde dich noch heute an: start121.de/meetup.

Horizer: alles was wichtig ist

Das Startup Horizer baut Solarmobilitätssysteme für Fahrzeuge. Die hauchdünnen Solarfolien werden zum Beispiel auf dem Dach eines Lkw-Trailers oder eines Pkw installiert und versorgen das Fahrzeug mit Strom. Die Folien sind nicht einmal 2 mm dick, können auch auf gekrümmte Oberflächen installiert werden, sind vibrationsfest und werden individuell angepasst. Immerhin fließen laut Horizer rund 30 Prozent des Energiebedarfs von Fahrzeugen in Komfortfunktionen wie Kühlsysteme, Sitzheizung, Beleuchtung oder Assistenzsysteme – und dieser Energiebedarf kann durch die Solarunterstützung gedeckt werden, sodass der Spritverbrauch deutlich sinkt. Bei Lkw dürfte dieser Anteil noch höher liegen, insbesondere wenn es sich um temperaturkritische Transporte handelt. Überwacht und gesteuert wird das System von einer speziellen App. Das Ziel von Horizer: weniger Kraftstoffverbrauch und mehr Nachhaltigkeit durch Solarenergie. Entsprechend reduzieren sich die Betriebskosten. Die Investition in das mobile Solarsystem amortisiert sich nach eigenen Angaben bereits nach ein bis zwei Jahren. Gefördert wird das Startup unter anderem von der Europäischen Union und vom Land Berlin.

Praxisnahe Lösungen

Zu den größten Problemen der Transportbranche gehören Fachkräftemangel und zunehmender Kostendruck. Doch wer erfolgreich agieren will, muss seine Prozesse optimieren. Neue Konzepte und Strategien sind gefragt. Hier setzt die Initia­tive start121 an und bringt etablierte Corporates der Transport- und Logistikbranche mit innovativen Startups zusammen. 

Damit treffen die Macher auf positive Resonanz. Allein in den letzten Wochen haben sich zahlreiche weitere Unternehmen der Initiative angeschlossen, unter anderen Metro Logistics, Hövelmann Logistik, Fahrzeugwerk Bernard Krone und der Verband der Automobilindustrie (VDA).

Mittlerweile zählt start121 rund 90 Mitglieder. Auch in der Start-up-Szene hat sich die Initiative einen Namen gemacht und wird vom Bundesverband Deutsche Startups unterstützt. Die start121-Community genießt zahlreiche Vorteile. Im Rahmen von exklusiven Webinaren und Live-Events (die ersten Termine stehen bereits fest) haben Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit, sich auf Augenhöhe auszutauschen und ihr Netzwerk aufzubauen. 

KI-basierte Lösungen

Etwa beim start121-Webinar vergangene Woche zum Thema „Digitalisierte Prozesse als Wettbewerbsvorsprung“ von Artem Fadin, Geschäftsführer von F-One. Das Startup bündelt die neuesten Technologien in intelligenten ­Robotern, die den Firmen repetitive Büroaufgaben abnehmen und damit die Produktivität und Effizienz steigern können. 

Automatische Erfassung Standgelder

Wie genau das funktioniert, erklärte Fadin anhand von Praxislösungen, etwa der Erfassung von Standgeldern an Be- und Entladestellen. Häufig lohnt sich eine manuelle Erfassung durch einen Mitarbeiter nicht. Das Ergebnis: Der Frachtführer reicht die ihm zustehenden Standgelder erst gar nicht ein. Oder die aufwendige Erfassung von Auftrags- und Rechnungseingängen in unterschiedlichsten Formaten. „Eine wenig anspruchsvolle und dennoch zeitintensive Arbeit, die von einem KI-basierten Tool übernommen werden kann“, erklärte Fadin. Ein neuronales Netzwerk scannt die Dokumente und zieht alle relevanten Informationen ins System, von wo aus sie dann weiterverarbeitet werden können – ähnlich dem Rechnungsscanner einer Banking-App.

Intelligente Tourenplanung

Doch das ist längst nicht alles. Vor allem in der Tourenplanung kann KI die Disposition unterstützen. Das Tool scannt laufend die Frachtenbörsen und berechnet automatisch – unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten –, welche Touren sich lohnen. Der Disponent wird dann informiert und erhält auch gleich einen Link zur Angebotsannahme. 

Nutzte die Chance, dich mit handverlesenen, innovativen Start-ups auszutauschen. Zum Beispiel beim MEETUP am 4. Mai 2022 in Berlin. Weiterführende Informationen, aktuelle Termine und die Registrierung findest du auf unserer Startseite.

Ein Geschenk als Dankeschön!

Seit dem Beta-Start im April und dem Kick-off im Juli haben sich viele Startups und Corporates registriert und zum Netzwerken zusammengefunden. Und auch wenn wir die Community nicht so oft „in echt“ zusammenbringen konnten, so haben wir uns sehr gefreut, euch bei zahlreichen virtuellen Terminen und natürlich beim MEETUP in Hamburg zu sehen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei jedem einzelnen von euch bedanken: bei allen Referenten, bei unseren Freunden und Ratgebern und allen, die start121 in diesem Jahr mitgestaltet haben. Ihr seid die Besten!

Etwas wehmütig waren wir, als wir das für Ende November geplante MEETUP Berlin pandemiebedingt ins Netz verlagern mussten. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir mit dem 10. März 2022 bereits einen neuen Termin in der Drivery festgelegt haben. Weitere Termine sind in Planung und werden ab Januar 2022 in den start121-Kalender eingetragen und mit der Community geteilt.

Als Dankeschön (und als Entscheidungshilfe für die Unentschlossenen) haben wir ein ganz besonders Weihnachtsgeschenk für euch:

Unter allen, die bis 31. Dezember 2021 auf start121.de registriert sind, verlosen wir einen Platz für euren Messestand auf der IAA Transportation 2022 – inkl. 2 Aussteller-Tickets*. Lasst euch die einmalige Chance nicht entgehen. Die IAA Transportation ist die wichtigste Messe für Logistik, Transport und Mobilität in Deutschland. Also, jetzt loslegen und unter https://www.start121.de registrieren.

P.S.: Wer bereits registriert ist, muss nichts weiter tun und nimmt automatisch an der Verlosung teil.

*Wir stellen euch einen Platz für euer Unternehmen zur Verfügung, damit ihr euch auf der IAA Transportation präsentieren könnt, inkl. zwei Ausstellertickets – die Größe des Messestands richtet sich nach den Verkaufsunterlagen des Veranstalters, die noch nicht final sind. Der Messebau ist nicht inklusive. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bundesverband Startups zu Gast beim #MEETUP

Der Bundesverbands Deutsche Startups vertritt rund 1.200 Mitglieder und ist damit die gewichtigste Stimme in Deutschland, wenn es um die Interessen der Startups geht. Doch damit ist nicht nur der gute Draht zur Berliner Politik-Prominenz gemeint. Vielmehr geht es dem Verband und seiner Geschäftsführerin Franziska Teubert darum Brücken zu bauen, Rahmenbedingungen zu verbessern und Plattformen zum Netzwerken bieten – etwa beim virtuellen MEETUP.

Im Rahmen ihres Vortrags „Warum Start-ups mit mittelständischen Unternehmen kooperieren“ erläuterte Teubert zum Beispiel die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie etablierte Unternehmen mit Start-ups interagieren können. Etwa im Rahmen von sogenannten Hackathons. Hier suchen Unternehmen nach Lösungen für spezifische Probleme. So lädt die Deutsche Bahn regelmäßig zu IT-Challenges in ihre DB Mindbox in Berlin ein, um konkrete Themen anzugehen. Zum Beispiel: Die einheitliche Programmierung der Bahnhofsuhren.

Einen Schritt weiter gehen Accelerator-Programme in deren Rahmen Unternehmen Startups Räumlichkeiten, Ressourcen, Netzwerke etc. zur Verfügung stellen. Dahinter steht laut Teubert die Frage „Welches Know-how, welche Ressourcen hat mein Unternehmen selbst, und wie kann diese teilen?“ Möglich sind auch klassische Partnerschaften, in deren Rahmen gemeinsam neue Produkte entwickelt werden. Oder gleich der Kauf eines Startups – wie zum Beispiel der Kauf des Startup-Lieferdienstes Flaschenpost durch den Oetker-Konzern.

Nicht immer läuft alles rund. Die Herausforderungen, so Teubert, liegen unter anderem im Culture-Clash zwischen gewachsenen Unternehmensstrukturen und der Startup-Kultur. Dazu gehören unter anderem auch das unterschiedliche Tempo bei Entscheidungen sowie die regionale Verteilung. „Wenn der Mittelständler in der Lüneburger Heide seinen Stammsitz hat und das Startup im pulsierenden Berlin sitzt, sind das Rahmenbedingungen, die nicht unterschätzt werden sollten“, sagte Teubert. Darüber hinaus sollten so vorausschauend wie möglich, die rechtlichen Grundlagen abgesichert werden. Ein weiterer Tipp der Expertin: die schriftliche Fixierung der Zielvorstellungen. „Trotz allem ist es wichtig, dass Unternehmen nicht gleich am Beginn der Zusammenarbeit mit Verboten winken“, erklärte Teubert. Hier plädiert sie für mehr gegenseitiges Verständnis: "Nur so gelingt ein wertvoller Austausch."

Beschleunigung der Fahrzeug-Entwicklung durch Startups

Wer bislang der Meinung war, dass der Verband der Automobilindustrie (VDA) ausschließlich die Interessen von Herstellern vertritt, änderte diese spätestens nach dem Auftritt von Oliver Jänisch beim virtuellen MEETUP. Jänisch ist beim VDA verantwortlich für Vertrieb und Business Development IAA. Sein Thema: „Transformation der Automobilindustrie – Chancen für Automotive-Start-ups“. Jänisch betonte den Stellenwert von Startups im Automobilen Umfeld. „Die Innovationen, die von Startups ausgehen, sorgen für eine Beschleunigung der Entwicklungen.“ Entsprechend versucht der Verband der Automobilindustrie den jungen Unternehmen eine Plattform zu geben und diese aktiv als Mitglieder in den Verband zu integrieren. Für Jänisch geht es nicht nur ums Fahrzeug, sondern vielmehr um das Miteinander.

Am Beispiel der IAA Mobility zeigte er auf, wie der VDA Start-ups eine Bühne gibt und die passenden Rahmenbedingungen für Innovationen und Ingenieurskunst schafft. Auf Augenhöhe mit den Big Playern. So erhielten Startups auf der IAA Mobility in München ihre Standflächen, nicht wie sonst üblich in separaten Hallen, sondern mitten in den Reihen der großen Hersteller. Stichwort: kurze Wege. Dieses Konzept soll auch bei der IAA Transportation im nächsten Jahr zum Tragen kommen. "Künftig haben Themen wie alternative Antriebe, Softwarelösungen oder Ladeinfrastruktur einen höheren Stellenwert", sagte Jänisch. Wie genau die Pläne zur IAA Transportation unter dem Motto “People and goods on the move” aussehen, wird demnächst bekanntgegeben.

Die Folien seiner Präsentation werden in den nächsten Stunden den Mitgliedern von start121 zur Verfügung gestellt. Möchtest du die Folien haben? Dann spricht mit uns.